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Neuartige Lebensmittel:
Vertrackter Sicherheits- nachweis

Herkömmliche Lebensmittel sind sicher - das weiß man aus Erfahrung, auch wenn ein exakter wissenschaftlicher Beweis in der Regel nicht erbracht wurde.

Bei "neuartigen Lebensmitteln" ist das anders. Sie dürfen nur auf den Markt, wenn sie dafür zugelassen sind. Voraussetzung dafür ist, dass die gesundheitliche Sicherheit wissenschaftlich nachgewiesen werden kann. Allerdings: Bei komplexen Lebensmitteln, die aus zahllosen Einzelstoffen bestehen, ist ein solcher Nachweis nicht einfach.

Klonfleisch oder Klonmilch - schon auf dem Teller ?

Fleisch und Milch von geklonten Tieren dürfen nur auf den europäischen Markt, wenn sie nach der Novel Food- Verordnung zugelassen sind. Bislang ist jedoch kein Antrag gestellt worden. Aber ein geklontes Rind ist viel zu teuer, um daraus Fleisch oder Wurst zu machen. Keine besonderen Vorschriften gibt es jedoch für die Nachkommen von geklonten Tieren.

Zulassungspflicht für neuartige Lebensmittel

Mit der Novel Food-Verordnung begann 1997 ein neues lebensmittelrechtliches Zeitalter: Erstmals müssen Lebensmittel ein Zulassungsverfahren durchlaufen, bevor sie auf den Markt dürfen. Das gilt für Lebensmittel und Lebensmittelzutaten, die als "neuartig" eingestuft werden. Doch wann ist ein Lebensmittel "neuartig"?

Exotische Früchte: Gesundheitliche Sicherheit

Exotische Früchte wie Stevia, Noni-Saft und Baobab-Fruchtfleisch versprechen ein besonderes Geschmackserlebnis. Doch bei der Zulassung als "neuartige Lebensmittel" kommen sie nicht selten in Schwierigkeiten. Denn der nun gesetzlich geforderte Sicherheitsnachweis ist gerade bei exotischen Pflanzen oft ziemlich vertrackt. Auch Stevia-Blätter sind noch nicht im Handel erhältlich, die Pflanzenextrakte dürfen aber als Süßstoff in Lebensmitteln (E 960) eingesetzt werden.

 

Anträge und Zulassungen: Aktueller Stand

Zuständige Behörde für die Zulassung neuartiger Lebensmittel ist das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR).

 

 

 

Thema: Sicherheit

Lebensmittel aus gentechnisch veränderten Pflanzen: Sind sie sicher?

16. November 2011 [nach oben springen]

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