Transparenz für Gentechnik bei Lebensmitteln
  Fr 03.09.2010 | 06:52 Uhr
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Dr. Joachim Schiemann

Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft, Braunschweig (BBA), Institut für Pflanzenvirologie, Mikrobiologie und biologische Sicherheit

Studium der Biochemie an der Martin-Luther-Universität zu Halle. Seit 1991 BBA, Fachgruppenleiter Gentechnik und biologische Sicherheit. Mitglied im Scientific Committee on Plants der europäischen Kommission. Lehraufträge an der TU Braunschweig und der Universität Lüneburg. Koordinator des BMBF-Verbundprojekts "Methodenentwicklung für ein anbaubegleitendes Monitoring von gentechnisch veränderten Pflanzen im Agrarökosystem".


"Eine gentechnikfreie Produktion mit Nulltoleranz ist nicht praktikabel. Selbst bei einem völligen Verzicht wären Schwellenwerte für unbeabsichtigte Anteile von GVO in Importwaren unabdingbar. Werden geeignete Schwellenwerte vereinbart, ist eine Koexistenz möglich. Für den Saatgutbereich bedeutet das einen Schwellenwert von mindestens einem Prozent für unbeabsichtigte gv-Beimengungen. - Die Separierung der Produktion ist möglich, aber sehr teuer. Voraussetzung sind aufwändige Systeme zur Kennzeichnung und Rückverfolgung. Eine prozessorientierte Kennzeichnung ist kritisch zu sehen, weil sie aus technischen Gründen voraussichtlich nicht kontrolliert werden kann."

 

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