Datenbank Zulassung: Erläuterungen, Links, Quellenangaben

Was enthält die Datenbank?

Die Datenbank enthält die Zulassungsanträge für gentechnisch veränderte Pflanzen (Event), die in der EU gestellt und von der zuständigen Behörde (EFSA) als vollständig akzeptiert worden sind, die bereits erteilten Zulassungen sowie zurückgezogene Anträge oder frühere, inzwischen jedoch nicht mehr gültige Zulassungen.

Es ist möglich, dass zu einer gv-Pflanze mehrere Datensätze vorhanden sind, etwa wenn sich Anträge bzw. Zulassungen hinsichtlich des Anwendungsbereiches der gv-Pflanze (als Lebens- und Futtermittel, Import als vermehrungsfähiger Organismus und Verarbeitung, Anbau) unterscheiden.

Ebenso ist es möglich, dass ein Antrag mehrere gv-Pflanzen abdeckt. Das ist dann der Fall, wenn der Antrag bei sogenannten Stacked Events auch verschiedene Unterkombinationen aus den einzelnen Events umfasst.

In der Datenbank werden nicht mehr die Zulassungsanträge für gentechnisch veränderte Blumen - Nelken mit veränderter Blütenfarbe - dokumentiert, da sie kein Lebens- oder Futtermittel sind und nach anderer Rechtsgrundlage zugelassen werden. Informationen hierzu finden sich beim Joint Research Center der EU-Kommission:

Welche Informationen finde ich im Feld „Zulassung Anbau“?

Aufgeführt werden alle Länder, in denen die jeweilige gv-Pflanze (Event) für den Anbau zugelassen ist. Eine Zulassung zum Anbau bedeutet nicht, dass diese gv-Pflanze tatsächlich angebaut wird. So sind etwa in Japan zahlreiche Events für den Anbau zugelassen, de facto findet aber kein Anbau statt. Spezifische Informationen zu Anbauflächen einzelner Events liegen derzeit nicht vor.

Anders als in der EU (und vielen anderen Ländern) gelten in den USA Kombinationen verschiedener Events (Stacked Events) nicht als neuer GVO. Solche Kombinationen sind „automatisch“ zugelassen, wenn alle dabei verwendeten Einzel-Events zugelassen sind.

Bei Anträgen für Stacked Events, die auch mögliche Unterkombinationen aus den einzelnen Events umfassen, werden unter „Zulassung Anbau“ nicht die Länder aufgeführt, die solche Unterkombinationen für den Anbau zugelassen haben.

Als Quellen für internationale Zulassungen werden genutzt:

Was bedeutet das Feld „Screening Elemente“?

Screening Elemente sind bestimmte DNA-Abschnitte in einer gv-Pflanze, anhand derer ein spezifischer Nachweis eines GVO (Event) möglich ist. Solche Elemente nutzen Analytik-Unternehmen oder die Behörden der Lebensmittelüberwachung, wenn sie Lebensmittel oder Agrarlieferungen darauf untersuchen, ob sie Bestandteile von gv-Pflanzen enthalten.

In der Datenbank sind folgende Screening-Elemente erfasst:
bar, cryIAb, cryIAc, CTP2-CP4EPSPS, nptII, pat, P-35S, P-35S-pat, T-35S, P-FMV, P-NOS, T-NOS
(P = Promotor, T = Terminator)

Bei Events, die weitere, jedoch keines der aufgeführten Elemente enthalten, erscheint im Datenfeld Screening „sonstige“.

Die Erweiterung der Datenbank Zulassungen um die Screening-Elemente wurde durch eine Kooperation mit ifp / Institut für Produktqualität ermöglicht.

Wo bekomme ich weitere Informationen?

Behörden

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