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schon wieder Glyphosat
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Autor:  Hoffmeister [ Mi 22.08.2012 15:37 ]
Betreff des Beitrags:  schon wieder Glyphosat

"Die Tricks der Umweltverbände" oder "Die werden keine Freunde mehr":

Aus Potsdamer Neueste Nachrichten 22.08.2012:

Bauernverband greift Naturschützer an
von Matthias Matern
Verseuchte Ackerteiche: NABU und BUND werden vorsätzliche Täuschung vorgeworfen
Teltow - Der Streit um mögliche Folgen für die Natur durch eine industriell geprägte Landwirtschaft im Land Brandenburg eskaliert: Nachdem der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und der Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) vergangene Woche anhand von Laborergebnissen Rückstände von Pflanzenschutzmitteln in brandenburgischen Gewässern beklagt hatten, wirft der Landesbauernverband den Naturschützern jetzt vorsätzliche Täuschung vor. Beide Organisationen hätten „Ergebnisse unzertifiziert entnommener Wasserproben“ genutzt, um eine angebliche Verseuchung von Ackerteichen, sogenannten Söllen, nachzuweisen, sich dabei aber unzulässigerweise der Grenzwerte der Grundwasserrichtlinie bedient, erklärte der Bauernverband am Dienstag.
Bei den Söllen handele es sich jedoch um Oberflächengewässer, die gar keine Verbindung zum Grundwasser hätten, so der Bauernverband in einer Erklärung. Eine sogenannte Sperrschicht aus Ton und Stein verhindere zudem das Versickern von Wasser in das Grundwasser. Für die Sölle gelte somit die sogenannte Oberflächengewässerverordnung, heißt es weiter. Die dort festgelegt Umweltqualitätsnormen würden in allen beprobten Gewässern eingehalten, behauptet der Verband. Die „populistische Botschaft von NABU und BUND“ sei deshalb „recht platt und damit eine miese Unterstellung“.
Wie berichtet hatten NABU, BUND und die Bürgerinitiative „Verseuchte Felder in der Uckermark“ Proben von insgesamt elf Ackerteichen untersuchen lassen und die Ergebnisse vergangene Woche in Potsdam vorgestellt. Die Ergebnisse bezeichneten die Aktivisten als alarmierend. Allerdings bezogen sie sich explizit auf die Grenzwerte der Grundwasserrichtlinie. An insgesamt sechs der elf Stellen seien diese für einige chemische Verbindungen überschritten worden, teilten die Umweltschützer mit. Besonders häufig überschritten wurden demnach die Grenzwerte für das Totalherbizid Glyphosat und sein Hauptabbauprodukt AMPA. Im Fall eines Tümpels bei Stabeshöhe in der Uckermark wurde der Wert für AMPA sogar um das 19-Fache überschritten. Eingesetzt wird Glyphosat unter anderem beim Mais-Anbau, der wegen der gestiegenen Zahl von Biogas-Anlagen im Land deutlich zugenommen hat.
Der NABU-Landesvorsitzende Tom Kirschey bezeichnete die Behauptungen des Bauernverbandes am Dienstag als Schwachsinn. „Alle diese Sölle sind sogenannte unbedeckte Grundwasserleiter. Das heißt, sie werden aus Grundwasser gespeist“, konterte Kirschey. Außerdem hätten die nachgewiesenen Stoffe generell nichts im Wasser zu suchen. Das Umweltbundesamt führe diese Mittel als wassergefährdende Stoffe, sagte Kirschey. „Sie sind also für Wasserorganismen giftig.“ Matthias Matern

Kommentare:
Glyphosat beim Maisanbau ? Werden da etwa heimlich tolerante gv-Pflanzen angebaut ? Glyphosat = wassergefährdend ? Der Wirkstoff ist lediglich als reizend eingestuft. Die Formulierung ist möglicherweise wassergefährdend. Wieder ein typischer Fall von beabsichtigter Desinformation

Autor:  Sebastian Fettig [ Mi 22.08.2012 17:54 ]
Betreff des Beitrags:  Re: schon wieder Glyphosat

Beim Maisanbau ist Glyphosat auch ohne GV wichtig, wenn man das Mulchsaatverfahren anwendet.

Grüße

Sebastian

Autor:  Hoffmeister [ Do 23.08.2012 09:35 ]
Betreff des Beitrags:  Re: schon wieder Glyphosat

Sebastian:
Der Hinweis ist richtig. Ich bin mir bloß über den Verbreitungsgrad nicht im Klaren und zweifle, dass dieses Verfahren der Haupteintragspfad für Glyphosat sein soll.
Hier noch eine Anmerkung zu einer weiteren „qualifizierten“ Äußerung des Umweltaktivisten:
Ich hatte mich schon gestern gewundert, was da der NABU-Funktionär erzählt, denn aus meinen wenigen Geographie-Kenntnissen hatte ich noch in Erinnerung, dass Sölle eigentlich die Überbleibsel von Todeisblöcken im Jungmoränenland sind und durch Sedimentation abgedichtet wurden. Folglich werden sie ausschließlich durch Oberflächenabfluss gespeist
Vielleicht sollte der Herr Kirschey mal hier nachlesen, um zu erkennen, was für ein Blödsinn er da erzählt.
http://www.mugv.brandenburg.de/cms/medi ... soelle.pdf
Aber wichtiger war vermutlich erst mal mit einem Fachbegriff Verwirrung zu stiften und eine Nebelkerze zu werfen. So etwas gehört zum unverzichtbaren Handwerkszeug eines Aktivisten.

Autor:  Jochen B. [ Do 23.08.2012 21:42 ]
Betreff des Beitrags:  Re: schon wieder Glyphosat

bei Maismulchsaat spielt Glyphosat eine wesentlich geringere Rolle als bei Rüben. Man hat beim Mais wegen der viel späteren Saat ein wesentlich längeres Zeitfenster zur mechanischen Bekämpfung, kann auch wesentlich tiefer bearbeiten und damit altverunkrautung vernichten. Außerdem wirken die gängigen Maisherbizide wesentlich sicherer gegen große Unkräuter als es sämtliche Rübenherbizide tun.
Da mußte eben mal wieder der Buhmann Mais herhalten, um der Argumentation mehr Gewicht zu geben.

Autor:  Jochen B. [ So 26.08.2012 09:04 ]
Betreff des Beitrags:  Re: schon wieder Glyphosat

http://www.fr-online.de/politik/argenti ... 45648.html

Von der Frankfurter Rundschau wäre mehr Seriösität zu erwarten gewesen.
Zusammenhänge zwischen dioxinverunreinigtem 2,4,5-T und reinem 2,4-D herzustellen, nur weil sie mal gemeinsam in Bomben waren, scheint mir doch sehr verwegen...

Autor:  fafner [ So 26.08.2012 17:28 ]
Betreff des Beitrags:  Re: schon wieder Glyphosat

Die FR war noch nie seriös. Das war schon immer ein Käseblatt. Jedenfalls in den 20+ Jahren, wo ich in Frankfurt lebte und Zeitung las. Kein Wunder, daß die bankrott gingen.

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