TransGen Forum
https://www.transgen.de/forum/

Guten Tag! Gelinda stellt sich vor:
https://www.transgen.de/forum/viewtopic.php?f=2&t=375
Seite 1 von 1

Autor:  Gelinda [ Fr 01.03.2013 17:38 ]
Betreff des Beitrags:  Guten Tag! Gelinda stellt sich vor:

Liebe Forengemeinde!
Ich habe leider kein Dauerthema gefunden, wo ich mich vorstellen könnte.
Euer Forum ist wissenschaftlich+stabsplanmäßig organisiert, entschuldigt, wenn ich nicht den richtigen Weg/Thema gefunden habe.

Ich möchte Euch mit meiner Darlegung in Eurem Anliegen bestärken, da ich nun, nach langer Leidenszeit, endlich seit dem 22.02.2013 erfahren habe, was ein Grund für mein Problem ist: die Laktoseintoleranz.

Für andere Menschen gibt noch andere Verdaungsprobleme (wie Histamin-Intoleranz, Fruktosemalobsorbition oder Fruktose-Intoleranz, Kupferunverträglichkeit, Glutenunverträglichkeit usw. usf,) wo eben das wichtig ist, worum Ihr kämpft: um die genaue Kennzeichnung der Inhaltsstoffe auf jedem Lebensmittel. Für jeden treffen unterschiedliche Bestandteile zu, die unverträglich sind. Auch unabgepackte Lebensmittel müßten so gekennzeichnet sein, daß es erkennabr ist. Das ließe sich heutzutage mit der Mikroelektronik leicht verwirklichen.

Noch betreffen solche Probleme nicht alle Erdenbewohner (???) und ich hoffe , daß die Vernunft der Menschheit siegt, hoffe auf die Vernunft jedes einzelnen Verantwortlichen, daß nicht weiterhin so leichtfertig so tiefgreifende Veränderung betreffs Lebensmittel ---> der besseren Gewinnschöpfung wegen durchgesetzt werden.

Damit Ihr Euch vorstellen könnt was einen Menschen treffen kann, will ich einen Teil davon berichten: meine Behinderung entsteht aus ständigen Durchfall, laut vernehmlichen Darmgeräuschen und danach folgenden nicht steuerbaren (!) gärig stinkenden Winden!! Ihr werdet Euch die Folgen ausmalen können: man ist nicht (mehr) gesellschaftsfähig. Auf weitere Details (u.a.a. psychische Belastung) möchte ich an dieser Stelle nicht eingehen.

Der tägliche Einkauf ist ein Problem, wenn nun noch unterschiedliche Intoleranzen zutreffen ist es eine Wissenschaft. Die Kennzeichnung der Produktpalette ist zu ungenau - (klitzekleines Beispiel- Zuckerstoffe, was verträgliche, wie auch unverträgliche sind)- oder verschleiernde Kennzeichnung.

Euch geht es ja generell um die Kennzeichnung bzw. bestimmte Unterlassungen. Das ist richtig. Denn muß erst die überwiegende Anzahl der Menschen betroffen sein, damit ein spezielles Bewußtsein dafür entsteht? Für uns Betroffene würde es den Einkauf, das tägliche Leben erleichtern.

Leider habe ich die Erfahrung, daß sich erst etwas ändert, wenn bestimmte Personen persönlich oder ein von ihnen geliebter Mensch damit konfrontiert ist.

Vielleicht könnt Ihr mir raten, wie und wo ich mich mit meinen Protest hinwenden kann, damit er vernehmlich ist.

freundliche Grüße: Gelinda

Autor:  DNA [ Sa 02.03.2013 14:49 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Guten Tag! Gelinda stellt sich vor:

@Gelinda
Du bist laktose-intolerant - das sind die meisten Menschen auf dieser Erde, denn laktose-intolerant zu sein ist der Normalfall.
Laktose ist Bestandteil der Säugermilch - und die bekommt man mit dem 2ten Lebensjahr als Mensch normalerweise nicht mehr.
Wenn es also um Vernunft geht, wäre es vernünftig, auf alle Milchprodukte zu verzichten oder auf laktosefreie Milchprodukte zurückzugreifen oder man greift auf Präparate wie Lactrase zurück, die mikrobielle Laktose enthalten.

Kannst Du (Fertig-)Produkte nennen (außer Milchprodukten, da ist es ja klar), die Du wegen der Deiner Laktoseunverträglichkeit nicht verträgst und die nicht deklariert sind?

Bei frischen (unabgepackten) Produkten kann ich mir da eigentlich gar kein Problem vorstellen.

Autor:  Gelinda [ Sa 02.03.2013 16:06 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Guten Tag! Gelinda stellt sich vor:

Danke für die Antwort! Sicher, ich muß erst lernen, mit dieser Intoleranz umzugehen.

Sicherlich ist auch zuviel erwartet, wenn man beispielsweise einen Dönerverkäufer fragt, ob in der Soße Milch oder eben Laktose ist. Wenn er sie nicht selber eingerührt hat, weiß er es nicht. Da hilft eben nur drauf verzichten oder versuchen. Habe es versucht, ist offenbar Milch drin. Es wissen nicht so viele, was Laktose ist. In meiner Bekanntschaft ist keiner, der Laktose nicht verträgt.

Ich werde sammeln, wo eventuell mal was nicht dran steht und es hier ins Thema reinsetzen. Ich werde berichten.

vG Gelinda

Autor:  Stefan Rauschen [ Fr 08.03.2013 13:14 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Guten Tag! Gelinda stellt sich vor:

Gelinda, ich bin auch Laktose-intolerant und habe das mehr per Zufall und dann Selbsttest festgestellt. Ein wirklicher Test beim Arzt ergab dann, dass dies bei mir sehr stark ausgeprägt ist. Seitdem weiche ich auf Laktose-freie Milch und Produkte aus, die es in mittlerweile fast jedem Supermarkt oder Discounter gibt.
Bei Käsen kann man auch durch geschickte Sortenwahl den "normalen" nehmen: während der Reifung bauen die Bakterien die Laktose ab, wodurch Gase entstehen (wie bei uns), dadurch entstehen dann die Löcher im Käse. Jungen Gouda vertrage ich nicht gut, aber Emmentaler (war das glaub ich) problemlos. Einige Firmen markieren auch "auf Grund Reifung von Natur aus Laktose-frei" oder ähnlich.

Wenn ich auswärts bin und nicht direkt eine Kontrolle darüber habe, heisst es entweder verzichten (Milch im Kaffee beispielsweise), oder aber Tabletten nehmen. Die bekommt man in der Apotheke oder der Drogerie. Wie viele man dafür braucht, muss man ausprobieren - hängt von der eigenen Enzymproduktion und der aufgenommenen Laktose-Menge ab.
Und natürlich hilft es, einen Blick auf die Produktkennzeichnung zu werfen (denn Milchzucker oder Milchpulver sind häufig irgendwo zugesetzt) oder einfach zu fragen. Das sensibilisiert die Anbieter auch, und führt vermehrt dazu, dass man Laktose-freie Alternativen bekommt.

Autor:  Gelinda [ Sa 09.03.2013 05:26 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Guten Tag! Gelinda stellt sich vor:

Guten Tag Dr. Rauschen - Danke für die Antwort. Mein erster Test war am 8.2. negativ, der 2. am 22.2.2013 postiv.

Es geht mir, seit dem ich laktosefrei esse, tatsächlich besser! Bisher konnte ich auf den Lebensmitteln, bei denen ich mir nicht sicher war, die Kennzeichnung finden.

Ich habe am 16.3. den ersten Termin bei der Ärztin, da kann ich sie fragen, wie das mit den Laktasetabletten ist (ein Muster gab mir ihre Schwester), ob man die tatsächlich bedenkenlos nehmen kann oder ob es eine zusätzlich Bebelastung des Verdauungapparates ist. Ich habe eigentlich die Absicht, mich laktosefrei zu ernähren.
Für Speisen mit Schwitze habe ich mir jetzt angewöhnt, die laktosefreie Milch zu verwenden. Das geht gut, ist kein Problem. Man kann ja auch Soja "Trink" trinken - gehen tuts, aber ich stellte fest: das ist für mich doch etwas gewöhnungsbedürftig. Laktosefreie Milch schmeckt mir wie die normale Milch.

Ich würde sehr gern marinierten Hering essen, deshalb würde ich dann die Laktase einnehmen, wenn es bedenkenlos ist. Dabei denke ich, daß es vielleicht kein Problem darstellt, weil dabei evtl. Milchsäurebakterien wirken, die ja keine Laktose darstellen. Wissen sie darüber was genaueres?

Am Do habe ich einen halben Windbeutel mit Sahne gegessen- das hab ich vertragen. Die Laktose wird wohl in der Molke verschwunden sein. Oder, es war nicht zu viel Laktose.

Ich nahm an, daß ich Fruktosemalabsorbtion habe, weil ich ab August bei Äpfeln, Apfelsinen, Aprikosen, Mandarinen, Pflaumen ständig wässrigen Durchfall hatte. Man muß ja erst mal darauf kommen, was los ist. Von den Symptomen hatte ich im Dezember bei der Dr. Franziska Rubin (TV in ihrer Sendung) gehört, es hat sich aber bei dem Test am 8.2. 2013 nicht bestätigt. Trotzdem bin ich jetzt mit Äpfeln vorsichtig und esse nur noch einen am Tag. Das andere lasse ich besser. Es gibt ja auch anderes Obst und Gemüse, womit ich keine Probleme habe. Ich bin richtig glücklich, daß ich nicht fruktoseintoreant bin - das finde ich viel schlimmer, damit leben zu müssen.

Freundliche Grüße Gelinda

Nachtrag: ich hoffe, ich störe hier nicht mit diesem für diese Seite ungewöhnlichen Thema!

Autor:  fafner [ Sa 09.03.2013 09:01 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Guten Tag! Gelinda stellt sich vor:

Gelinda hat geschrieben:
Am Do habe ich einen halben Windbeutel mit Sahne gegessen - das hab ich vertragen. Die Laktose wird wohl in der Molke verschwunden sein. Oder, es war nicht zu viel Laktose.
Das ist ja interessant. Denn Sahne gehört neben Eis zu den Sachen mit dem höchsten Gehalt an Laktose.

Der Feind in meiner Nahrung
Mehr als jeder zweite Bundesbürger glaubt inzwischen, an einer Laktoseunverträglichkeit zu leiden, wie eine Befragung der Landesvereinigung Milch in Nordrhein-Westfalen im August ergab. ...
Etwa zehn Prozent der Bevölkerung leiden laut der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten unter Laktoseintoleranz. Andere Schätzungen gehen von 15 bis 20 Prozent Betroffenen aus. ...
In jedem Fall aber breitet sich das Phänomen der echten Laktoseunverträglichkeit nicht aus. Denn es handelt sich nicht um eine Allergie, sondern um eine genetische Eigenschaft, die rezessiv weitervererbt wird. Die Symptome treten bei einer Person also nur auf, wenn ihre beiden Eltern eine Anlage zur Laktoseintoleranz besitzen.


Zitat:
Nachtrag: ich hoffe, ich störe hier nicht mit diesem für diese Seite ungewöhnlichen Thema!
Man kann es ja zum Thema machen, indem wir nicht über die Folgen und Therapien reden, denn dafür gibt es reichlich Foren, sondern allein über die Ursache.

Richtig interessant ist z.B. die Geschichte der Verbreitung der Laktosetoleranz, also dieser relativ neuartigen Mutation: The Most Spectacular Mutation in Recent Human History

Autor:  Gelinda [ Mo 08.09.2014 12:49 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Guten Tag! Gelinda stellt sich vor:

Nun ist schon einige Zeit vergangen. Immer wenn ich denke, ich komme zu Hause gut damit klar, treten immer wieder solche Schübe auf, obwohl ich wirklich mir bekannte Lebensmittel esse und Laktase einnehme, wenn Laktose in dem Lbm ist.
Gerade jetzt, zu der Zeit, wenn die Aprikosen reif sind, wieder stake Bauchschmerzen und Winde, allgemein Abgeschlagenheit. Dramtisch ist es, weil ich durch meine Stuhlinko, die mir erst durch diese Nahrunsmittelunverträglickeit richtig bewußt geworden ist, absolut gehindert bin, den Stuhlgang und Winde zu steuern.

Meine Ärztin schrieb mich seit Januar bis Mai krank, (weil ich da zu einer Maßnahme des Arbeitsamtes mußte, was einfach nicht ging), nun seit Mai 14 nicht mehr. Sie hat mir zwar Begründet warum nicht, aber verstanden habe ich es nicht, weil es doch ein chronischer Zustand ist. Wieso schreibt man bei einer chronischen Krankheit nicht krank?
Kann mir das hier im Forum erklärt werden? Erwerbsunfähigkeit wurde auch nicht anerkannt. Da läuft eine Klage.

Meine Fachärztin und auch die Hausärztin riet mir zum Psychologen zu gehen, aber ich finde hier im Umkreis keinen, der neue Patienten annimmt - und das seit Februar 2013. Ich müßte 70 km oder 80 bis Halle/Saale oder nach Leipzig fahren. Das ist mir einfach nicht möglich, ich müßte mit der Bahn fahren, wobei bei uns im Ort kein Bahnhof ist, die nächsten sind auch schwer erreichbar: 6 - 8 km zu Fuß, 6 km wären durch Wald. Das wäre jedesmal eine volle Tagesfahrt. Wie soll das gehen?

Was brauche ich auch einen Psychologen? - es ist m.E.n. doch nur logisch, daß man dererlei Beschwerden nicht auf die leichte Schulter nimmt. Wem ist es schon egal, wenn er nicht oder nur eingschränkt gesellschaftsfähig ist?

Aber hier im Forum werden ja eigentlich nur die Ursachen der Krankheiten besprochen. Leider finde ich nicht die Ansprechpartner, die mich verstehen. Ich fühle mich alleingelassen. Bei meiner Hausärztin finde ich überhaupt kein Verständnis, daß ich mich nicht operieren lassen will. Wozu, wenn ich hinterher auch nur Probleme habe, nur andere und noch mehr im persönlichen Leben eingeschränkt bin? Noch dazu bei der Infektionsgefahr in den KH! Das Risiko muß ich tragen. Für andere bin ich nur eine Nummer. Nur, daß die Ärzte verdienen, soll ich mich operieren lassen? Nein, danke ich verzichte.

FG Gelinda

Autor:  Stefan Rauschen [ Mo 08.09.2014 13:52 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Guten Tag! Gelinda stellt sich vor:

Hallo,

ich bin kein Mediziner und kann diese daher nicht ersetzen.
Mir ist aber bekannt, dass eine Laktoseintoleranz häufig auch mit einer Fruktose-Malabsorption bzw. unverträglichkeit einhergeht.
Aprikosen scheinen da keine gute Frucht für zu sein:

http://www.nahrungsmittel-intoleranz.co ... tisch.html

Auf eine Fruktose-Malabsorptionsstörung kann man sich auch testen lassen, ähnlich wie bei einer Laktoseintoleranz. Auch hier gibt es Tabletten, oder man lässt entsprechende Früchte weg oder isst diese in Kombination mit Glukose (denn eigentlich ist das Verhältnis aus Glukose zu Fruktose das Problem).

Beste Grüße
Stefan

Autor:  Gelinda [ Mo 08.09.2014 20:07 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Guten Tag! Gelinda stellt sich vor:

Vielen Dank, Herr Doktor, für den Hinweis!

FG Gelinda

Seite 1 von 1
Powered by phpBB © 2000, 2002, 2005, 2007 phpBB Group
http://www.phpbb.com/