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Wiederveröffentlichung
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Autor:  Franz Behringer [ Di 24.06.2014 15:20 ]
Betreff des Beitrags:  Wiederveröffentlichung

1240 Wissenschaftler protestierten dagegen, dass Séralinis GVO-Studie totgeschwiegen wird, und forderten Wiederveröffentlichung ... mit Erfolg:

Republished study: long-term toxicity of a Roundup herbicide and a Roundup-tolerant genetically modified maize
http://www.enveurope.com/content/26/1/14
http://www.gmoseralini.org/republicatio ... ce-speaks/

»Wissenschaftliche Beweise zu unterdrücken, um kommerziellen Nutzen daraus zu schlagen, sollte strafrechtlich verfolgt werden können. Die Tabakkonzerne sind damit nahezu 30 Jahre lang durchgekommen, bevor die Welt sich der Probleme bewusst wurde, und selbst dann waren die Reaktionen nicht ausreichend. Die epigenetische Reaktion der Pflanzen-DNS auf fremde Gene kann katastrophale Folgen haben. Hier sollte das Vorsorgeprinzip greifen. Wer die Forschung zensiert, spielt mit dem Leben der Menschen.«

http://www.i-sis.org.uk/Open_letter_to_ ... r.php#form
http://www.endsciencecensorship.org/

Autor:  Dr. C. Happach-Kasan [ Do 26.06.2014 17:15 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Wiederveröffentlichung

Die erneute Veröffentlichung der Studie von Seralini macht die Arbeit nicht besser. Offensichtlich gibt es Wissenschaftler, die sich mit der Kritik an der Studie naicht auseinandergesetzt haben. Das ist schade.

Ich hatte in diesem Forum im Oktober geschrieben:

Sehr geehrter Herr Behringer,

Herr Séralini hat sich einen Ruf als Gentechnik-Gegner erworben. Er hat damit die Erwartung geweckt, dass ein von ihm durchgeführter Fütterungsversuch endlich das von Gentechnik-Gegnern lang ersehnte Ergebnis erbringt, dass gv-Mais Tieren schadet. Unter dieser Prämisse hat er Geld gesammelt: von Unternehmen, von Stiftungen etc. und dieses Geld zur Durchführung des hier diskutierten Rattenversuchs genutzt.

Das Ergebnis war, wie mehrfach festgestellt, dass die männlichen Ratten, die die Höchstdosis an gv-Mais erhalten hatten, gesünder waren als die übrigen Ratten. Ein sehr beruhigendes Ergebnis, das im Bereich der statistischen Schwankungsbreite liegt, das aber leider nicht den Vorstellungen der Auftraggeber entsprach. Séralini hatte nun zwei Möglichkeiten: Er hätte eingestehen könne, dass der gv-Mais in seinem Versuch den Ratten nicht geschadet hat, das hätte seiner Reputation als Wissenschaftler geholfen. Aber er hat sich für die zweite Möglichkeit entschieden und frech behauptet, dass er belegt habe, dass gv-Mais den Ratten schade. Um dieser Interpretation des Versuchsergebnisses eine Starthilfe zu geben, hat er die Arbeit nur an ausgesuchte Journalisten verteilt und sie zudem verpflichtet, nicht mit Fachwissenschaftlern über die Arbeit zu sprechen. Der Spiegel hat das sehr sorgfältig analysiert. Die Taktik hat wenige Tage gehalten, doch schließlich entlarvten Wissenschaftler und Selbstdenker, dass die Arbeit keinerlei Aussage ermöglicht. Die Statistiker kürten sie als Unstatistik des Monats.

Es lohnt nicht, sich weiter damit zu beschäftigen. DNA hat geschrieben, dass seine Schüler die statistischen Mängel dieser Arbeit gesehen haben. Ihnen ist auch aufgefallen, dass der untersuchte Mais in den USA von Rindern über ein Jahrzehnt gefressen wurde – ohne Beschwerden – und Milchkühe werden bis zu 10 Jahre alt. Zu denken gibt doch, dass dennoch eine solche Arbeit bei uns ein solches Medieninteresse findet und als Argument genutzt wird, obwohl die Arbeit nur zeigt, dass Ratten dieses bestimmten Stammes häufig an Krebs sterben.

Deswegen Herr Behringer, ein Baum ohne Wurzeln kann nicht gedeihen, egal wie viel Sie ihn gießen. Die Séralini-Arbeit ist ein solcher Baum ohne Wurzeln.

Mit freundlichen Grüßen

Christel Happach-Kasan

Autor:  ProBiotech [ Fr 27.06.2014 10:08 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Wiederveröffentlichung

Sorry, habe leider zu wenig Zeit. das Thema selbst aufzuarbeiten, daher nur ein paar Links mit aktuellen Kommentaren zu der überraschenden Wiederveröffentlichung:

http://url9.de/Vk4
http://url9.de/Vk5
http://url9.de/Vk6
http://url9.de/Vk7

Die Seralini-Daten wurden zwar weiter offengelegt -wie von den Kritikern eingefordert-
entgegen dem ersten Eindruck jedoch keinem erneuten "peer review" (Das ist der Hammer!) vor der Veröffentlichung in ESEU unterzogen, wie sich inzwischen herausgestellt hat!!! Der ursprüngliche Kritik von Fachleuten wurde nicht berücksichtigt, die eklatanten Schwächen der "Studie" bleiben weiter bestehen...

MFG
Probiotech

Autor:  Dr. C. Happach-Kasan [ Fr 27.06.2014 14:29 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Wiederveröffentlichung

Die Süddeutsche Zeitung berichtet über die Wiederveröffentlichung auf der ersten Seite:

http://www.sueddeutsche.de/wissen/gente ... -1.2017883

Hanno Charisius schreibt:

"Europäische und deutsche für Lebensmittelsicherheit zuständige Behörden kamen daher zu dem Ergebnis, dass Séralinis Studie von so fragwürdiger wissenschaftlicher Qualität ist, dass keine Risiko-Neubewertung der Maiskörner oder auch des Pflanzenschutzmittels notwendig sei."

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