Eukalyptus

Anbau-Zulassungen Brasilien (2015)
Anbau noch keine kommerzielle Anwendung
Forschungsschwerpunkte Kältetoleranz, Ligningehalt, mehr Biomasse
Freilandversuche EU: 2 (Großbritannien 1, Spanien 1) (1993-1998)
USA: 90 (2002-2017), Japan, Südafrika, Taiwan, Brasilien

Der Eukalyptusbaum wächst in subtropischen Klimagebieten. Heimat und Hauptanbauland ist Australien. Auch in Nordafrika, Südamerika und Südeuropa werden Eukalyptusbäume zur wirtschaftlichen Nutzung angepflanzt. Beim Anbau werden die Arten Eucalyptus grandis, E. urophylla und E. camaldulensis verwendet.

Aus den Zweigspitzen und Blättern des Eukalyptus wird das Eukalyptusöl gewonnen. Der Hauptinhaltsstoff des Öls, das Cineol, wirkt Entzündungen entgegen. Dieses Öl findet vor allem im medizinischen Bereich bei chronischen Atemwegserkrankungen (Asthma) und bei Erkältungen Anwendung. Hier wird es als Zusatz in Hustenbonbons und auch in Kosmetik- und Massageöl eingesetzt.

Eukalyptus ist eine der am schnellsten wachsenden Hartholzbaumarten. Er liefert nachwachsende Rohstoffe vor allem für die Papier- und Zellstoffindustrie; auch eine Nutzung für Biokraftstoffe ist möglich.

Gentechnik: Ziele bei Forschung und Entwicklung

Anbaueigenschaften

  • Kältetoleranz. In den USA ist die Anbauzulassung für kältetolerante gv-Eukalyptusbäume beantragt. Sie sollen kühlere Temperaturen überstehen können, so dass ein Anbau auch in nördlichen Regionen möglich würde. Derzeit sind Eukalyptusplantagen auf Florida beschränkt.
  • Trockentoleranz und bessere Stickstoffverwertung
  • Herbizidtoleranz

Nachwachsende Rohstoffe

  • veränderter Ligningehalt. Lignin ist technisch nicht gut zu verwerten. Es muss bei der Papierherstellung aufwändig entfernt und teuer entsorgt werden. Ligninarme Bäume könnten diesen Prozess überflüssig machen.
    Eine verbesserte Fähigkeit der Bäume, Kohlendioxid aufzunehmen, soll zu einem höheren Cellulose- und gleichzeitig geringeren Ligningehalt führen.
  • veränderte Wachstumsrate. In Brasilien sind gentechnisch veränderte Eukalyptus-Bäume zugelassen (April 2015), die 20 Prozent mehr Holz liefern und früher gefällt werden können. Vor einer kommerziellen Anwendung sollen zunächst weitere Freilandversuche durchgeführt werden.

Pflanzenentwicklung

  • veränderte Fertilitätseigenschaften