Aprikose (Marille)

Forschungsschwerpunkt Virusresistenz

Landwirtschaft

Etwa die Hälfte der weltweit produzierten Aprikosen werden in Asien geerntet. Die Obstbaumart ist frostempfindlich, verträgt aber Trockenheit und Hitze. Eines der weltweit größten Anbaugebiete liegt in der Türkei. In Europa wird sie vor allem in mediterranen Ländern angebaut. Tradition hat der Aprikosenanbau in Ungarn und in Österreich. In Österreich ‒ hier nennt man die Aprikose Marille ‒ wird in der Wachau eine spezielle Sorte angebaut. Die Wachau-Marille ist eine in der EU geschützte Herkunftsbezeichnung.

In Deutschland werden gute Erträge nur in den klimatisch milden Weinregionen erzielt.

Verwendung

Aprikosen werden roh verzehrt oder verarbeitet als Marmelade und Obstbrand. Aus Aprikosenkernen wird Persipan hergestellt. Viele Füllungen in österreichischen Spezialitäten wie Marillenknödel und Sachertorte werden aus Aprikosen zubereitet.

Gentechnik: Ziele bei Forschung und Entwicklung

Anbaueigenschaften

Pflanzenentwicklung

  • veränderte Bewurzelung
    Spanische Wissenschaftler beantragten 2015 eine Freisetzung, um transgene Wurzelstöcke von Pflaume als Unterlage für Aprikosen- und Pfirsichbäume zu testen. Die Wurzelstöcke waren unter Gewächshausbedingungen kräftiger und vertrugen Wassermangel besser. (Pfropfen)

Freilandversuche mit gv-Aprikosen

Die österreichische Universität für Bodenkultur in Wien entwickelte bereits in den 1990er Jahren eine virusresistente Aprikose. Seit 2000 werden die gv-Aprikosen in einem sogenannten „Saran-Haus“, einer Art Gewächshaus, unter freilandähnlichen Bedingungen getestet. Dort sind die Pflanzen dem Klima der Umgebung ausgesetzt, sollen sich aber nicht ausbreiten können.
Freilandversuche fanden bisher nicht statt.