Gurke

Gurke

Forschungsschwerpunkte Virusresistenz, Pilzresistenz, Ertragssteigerung
Freilandversuche EU: 2 (Polen, 2008/2013)
USA: 28 (1998-2005), Japan, Ägypten, Taiwan

Gurken werden weltweit angebaut. Da die Kürbisart in tropischen bis warmgemäßigten Klimaregionen wächst, wird sie in kälteren Gegenden im Gewächshaus angebaut.

Gurken werden als Lebensmittel roh verzehrt oder konserviert durch Milchsäuregärung (Salzgurken, Saure Gurken) oder Einkochen mit Essigsud (Essig-, Gewürzgurken).

Beispiele Forschung und Entwicklung (Gentechnik, neue Züchtungsverfahren)

Resistenz gegen verschiedene Viren. Israelischen Wissenschaftlern ist es gelungen, Gurken zu erzeugen, die gegen drei verschiedene Viren (Cucumber vein yellowing virus, Zucchini yellow mosaic virus, Papaya ring spot mosaic virus) resistent sind. Mit Hilfe der neuen Genome Editing-Methode CRISPR/Cas wurde die Funktionalität eines Gens unterbrochen.

Resistenz gegen Pilze zum Beispiel den Erreger des Mehltaus

Ertragssteigerung durch mehr weibliche Blüten. Da nur die weiblichen Blüten Früchte bilden, bedeutet eine vermehrte Ausbildung weiblicher Blüten eine Steigerung des Ertrags. Es gibt bereits konventionell gezüchtete Sorten, die überwiegend oder ausschließlich weibliche Blüten tragen. Forscher der Chinesischen Akademien für Wissenschaften haben mit CRISPR/Cas eine Mutation im Genom der Gurke ausgelöst, welche dazu führt, dass die editierten Pflanzen siebenmal so viele weibliche Blüten ausbilden wie die Kontrollpflanzen. Zukünftig kann möglicherweise mit diesem Ansatz auch bei Gurkensorten, die auch männliche Blüten ausbilden und andere positive Eigenschaften aufweisen, der Ertrag gesteigert werden.

Bildung von Thaumatin. Polnische Wissenschaftler haben Gurken gentechnisch so verändert, dass sie durch ein neu eingeführtes Gen das Protein Thaumatin bilden. Thaumatin besitzt eine Süßkraft 200 mal so hoch wie Zucker (Saccharose). Die transgenen Gurken zeigten sich im geschmacklichen Vergleich mit anderen Gurken als süßer und weniger bitter. Die Gurken wurden mehrere Jahre in Freilandversuchen getestet.

Großes Foto oben: Satit Srihin, 123RF