Gurke

Gurke

Forschungsschwerpunkte Virusresistenz, Kältetoleranz, veränderte Produkteigenschaften
Freilandversuche EU: 2 (Polen, 2008/2013)
USA: 28 (1998-2005), Japan, Ägypten, Taiwan

Gurken werden weltweit angebaut. Da die Kürbisart in tropischen bis warmgemäßigten Klimaregionen wächst, wird sie in kälteren Gegenden im Gewächshaus angebaut.

Die Gurke ist eine kalorienarme Frucht (9,7 kcal/100g), die zu 97 Prozent aus Wasser besteht.

Sie wird roh verzehrt oder konserviert durch Milchsäuregärung (Salzgurken, echte Saure Gurken) oder Einkochen mit Essigsud (Essig-, Gewürzgurken).

Gentechnik: Ziele bei Forschung und Entwicklung

Anbaueigenschaften

Pflanzenentwicklung

  • Vermehrte Bildung weiblicher Blüten:
    Da nur die weiblichen Blüten Früchte bilden, bedeutet eine vermehrte Ausbildung weiblicher Blüten eine Steigerung des Ertrags. Es gibt bereits konventionell gezüchtete Sorten, die überwiegend oder ausschließlich weibliche Blüten tragen. Forscher der Chinesischen Akademien für Wissenschaften haben mit Hilfe der Genome Editing-Methode CRISPR/Cas eine Mutation im Genom der Gurke ausgelöst, welche dazu führt, dass die editierten Pflanzen siebenmal so viele weibliche Blüten ausbilden wie die Kontrollpflanzen. Zukünftig kann möglicherweise mit diesem Ansatz auch bei Gurkensorten, die auch männliche Blüten ausbilden und andere positive Eigenschaften aufweisen, der Ertrag gesteigert werden.

Produkteigenschaften

  • Bildung von Thaumatin
    Gurken wurden gentechnisch so verändert, dass sie durch ein neu eingeführtes Gen das Protein Thaumatin bilden. Thaumatin besitzt eine Süßkraft 200 mal so hoch wie Zucker (Saccharose). Die transgenen Gurken zeigten sich im geschmacklichen Vergleich mit anderen Gurken als süßer und weniger bitter.

Großes Foto oben: Satit Srihin, 123RF