Pflaume

Anbau-Zulassung USA (2007)
Anbau kein kommerzieller Anbau
Forschungsschwerpunke Virus- und Pilzresistenz
Freilandversuche EU: 6 (Spanien 2, Tschechien 2, Rumänien 2)
USA: 16 (1992-2017), Kanada, Argentinien, Neuseeland, Australien, Indien

Pflaumen werden weltweit in warmgemäßigten Klimaregionen, hauptsächlich aber in Asien und Europa angebaut. China produzierte 2016 mehr als die Hälfte der weltweiten Ernte von rund 12 Millionen Tonnen.

In der EU sind Serbien und Rumänien die größten Erzeugerländer. Weitere wichtige Anbauländer sind die USA, Chile, die Türkei und Spanien.

Die Frucht wird roh verzehrt oder verarbeitet als Saft und für alkoholische Getränke (Wein, Schnaps, Likör), als Fruchtzubereitung,Konserven- und Trockenobst.

Gentechnik: Ziele bei Forschung und Entwicklung

Anbaueigenschaften

  • Virusresistenz
    In den USA wurden im Rahmen der öffentlichen Agrarforschung seit 1990 gv-Pflaumen entwickelt, die eine Resistenz gegen das Plum Pox Virus-Virus (PPV-Virus) besitzen. 2007 wurde in den USA die Zulassung für den Anbau erteilt. 2010 folgte die Zulassung als Lebensmittel. Diese gv-Bäume wurden bislang nicht kommerziell angebaut.
    Auch in Europa gibt es Forschung zu PPV-resistenten Pflaumen. So sollen 2017 bis 2027 in Tschechien auf 900 Quadratmetern gv-Pflaumenbäume im Freiland getestet werden. Um die Virusresistenz zu erreichen wurde ein Gen für ein Hüllprotein des Virus in die Pflanzen eingebracht.
  • Pilzresistenz
  • Nematodenresistenz

Pflanzenentwicklung

  • frühe Blüte, Veränderung der Blühzeit
  • gesteigertes Wachstum durch Veränderung der Bildung bestimmter Phytohormone (Gibberelline)
  • veränderte Ethylenproduktion und damit Reifeverzögerung
  • veränderte Verzweigung, Zwergwuchs
  • veränderte Bewurzelung
    Spanische Wissenschaftler beantragten 2015 eine Freisetzung, um transgene Wurzelstöcke von Pflaume als Unterlage für Aprikosen- und Pfirsichbäume zu testen. Die Wurzelstöcke waren unter Gewächshausbedingungen kräftiger und vertrugen Wassermangel besser (Pfropfen).

Produkteigenschaften

  • veränderter Härtegrad der Kerne