Mutation

ungerichtete Veränderung im Genom

Die Änderung findet an einer mehr oder weniger zufälligen Stelle statt und betrifft irgendein Gen. Sie kann vollkommen ohne Auswirkungen bleiben, weil der Bereich, in dem sich durch die Mutation eine Veränderung in der DNA-Sequenz ergeben hat, ohnehin nicht abgelesen wird (sogenanntes Intron).

Mutationen können spontan auftreten. Sie können aber auch künstlich erzeugt werden, z.B. durch bestimmte, „mutagen“ genannte Chemikalien oder Strahlung wie Radioaktivität. Auch durch gentechnische Methoden können Mutationen hervorgerufen werden.

Man unterscheidet Insertionen, Deletionen und Inversionen.

  • Insertion ist der zusätzliche Einbau eines DNA-Stückes,
  • Deletion ist die Entfernung eines DNA-Stückes,
  • Inversion ist die Umkehr eines DNA-Stückes, d.h. ein Stück wird ausgebaut und in umgekehrter Richtung wieder eingesetzt.
  • Eine Substitution ist der Austausch einer Base (A, T, C oder G) gegen eine andere.

Dabei können sowohl einzelne Basen (Punktmutation) als auch mehrere betroffen sein. Allerdings sagt dies nichts über die Wirkung der Mutation aus. Schon ein einzelner Basenaustausch kann verheerende Folgen haben, während an einer anderen Stelle im Genom auch bei der Veränderung eines längeren DNA-Stückes keine Wirkung erkennbar ist.

Mit neuen Züchtungsmethoden, den sogenannten Genome Editing-Verfahren, ist es inzwischen möglich, zielgenau Punktmutationen auf DNA-Ebene durchzuführen. So können einzelne Gene verändert werden, während der Rest des Genoms unverändert bleibt. Die Genom-editierten Pflanzen lassen sich nicht von Pflanzen mit natürlichen Mutationen unterschieden.

Siehe auch:

Insertion Deletion Mutagenese Genome Editing