Weißmais (Süßmais, Zuckermais)

Weißmais und Zucker- bzw. Süßmais sind Maissorten, deren Kolben oder Körner als Gemüse verzehrt oder zu Lebensmitteln verarbeitet werden.

Weißmais ist ein Mais, dessen Körner im Nährgewebe (Endosperm) keine Carotinoide aufweisen.

Etwa zwölf Prozent der weltweiten Maisanbauflächen entfallen auf Weißmais, 90 Prozent der Anbauflächen von Weißmais liegen in Afrika sowie in Mittel- und Südamerika. Weißmais wird vor allem in Regionen kultiviert, wo Mais und Maisprodukte traditionelle Grundnahrungsmittel sind. Führend im Anbau ist Mexiko.

Weißmais wird vermahlen zu Maismehl und wird für die Herstellung von Teigen und Fladen, etwa Tacos und Tortillas, und für alkoholische Getränke, etwa Bier verwendet.

Süßmais (auch Zuckermais) wird vor allem in Nordamerika, Thailand und Europa angebaut. Es sind Sorten, die ihren süßen Geschmack im Verlauf der Reife viel später verlieren als herkömmlicher Futtermais.

In Europa nimmt der Anbau von Zuckermais zu, wenn auch verglichen mit Körner- oder Silomais auf vergleichsweise niedrigem Niveau. Die wichtigsten Erzeugerländer für Zuckermais sind Frankreich und Ungarn. In Deutschland beträgt die Fläche für Zuckermais 1.900 Hektar (2016).

Süß- oder Zuckermais wird verzehrt als Kolben oder Körner als Gemüse (auch in Konserven oder tiefgekühlt).

Gentechnik: Ziele bei Forschung und Entwicklung

Die Forschungs- und Entwicklungsziele sind bei Weiß- bzw. Süßmais ähnlich wie bei Mais allgemein. In der Regel werden die bekannten Merkmale bzw. Genkonstrukte in Weiß- bzw. Süßmaissorten eingebracht.

  • weitere Information siehe: Mais

Anbau und Vermarktung

Weißmais Südafrika bis 2016

Anbauflächen von Weißmais in Südafrika und Anteil der gv-Sorten in Millionen Hektar.

In Südafrika entfällt mehr als die Hälfte der gesamten Maiserzeugung auf Weißmais (2016: 1,248 von insgesamt 2,4 Mio Hektar). Beim Weißmaisanbau werden überwiegend gv-Sorten genutzt (2016: GVO-Anteil 90 Prozent).

In den USA wird gv-Süßmais bisher kommerziell nur wenig genutzt. Insektenresistente Sorten gibt es schon seit Ende der 1990er Jahre, 2012 war erstmals Saatgut für gv-Süßmais erhältlich, der über Resistenzen gegen Schädlinge und Herbizide verfügt.

Seit Herbst 2012 ist dieser gv-Süßmais im Lebensmittelhandel der USA erhältlich. Während einige Handelsketten (Whole Foods, Trader Joe’s) ihn nicht ins Sortiment aufnehmen wollten, hatte das weltweit größte Handelsunternehmen Walmart keine Bedenken. Süßmais wird in den USA nur auf sehr kleinen Flächen angebaut.

In Uruguay wurden die seit 2003/2004 für den Anbau zugelassenen Events MON810 und Bt11 in Süßmaissorten eingebracht und 2012 zugelassen.