Lupine

blühende Lupine

Pflanze mit Blüten und Früchten

Foto: aufgenommen im Schaugarten des Max-Planck-Instituts für Züchtungsforschung, Köln.

Wissenschaftlicher Name: Lupinus lutaeus

Familie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)

Wuchsform: Die einjährige krautige Pflanze wird etwa achtzig Zentimeter hoch. Die Blätter sind fingerförmig gegliedert, die Blüten stehen in Trauben am Ende der Haupt- und Seitensprossachsen. Sie sind gelb, weiß, purpurn oder violett.

Früchte: Die Früchte sind die für die Familie typischen Hülsen. Sie sind gerade geformt, behaart und enthalten fünf bis sieben Samen.

Vermehrung: Die Gelbe Lupine vermehrt sich hauptsächlich über Selbstbefruchtung. Fremdbefruchtung über Insekten kommt selten vor.

Auskreuzung: Kreuzungen finden natürlicherweise in der Regel nur innerhalb der gleichen Art statt, in Ausnahmen auch zwischen nah verwandten Arten (Bastardierung oder Hybridisierung). Kreuzungen zwischen Lupinen im Anbau und den Wildarten sind möglich, aber aufgrund der vorherrschenden Selbstbefruchtung selten.

Anbau: Die Lupine nimmt mit Hilfe von Bakterien, mit denen sie in einer Symbiose lebt, aus der Luft Stickstoff auf und reichert ihn in den Sprossteilen an. Deshalb wird sie als Zwischenfrucht zur Gründüngung angebaut.

Herkunft: Die Gelbe Lupine stammt aus dem Mittelmeerraum. Dort sind etwa 150 weitere Lupinenarten heimisch, weitere 150 kommen natürlicherweise an der Westküste Nord-, Mittel- und Südamerikas vor.

Geschichte: Unter den verschiedenen Lupinenarten wurde die weiße Lupine (Lupinus alba) schon im griechischen und römischen Altertum kultiviert, blieb aber in ihrer Verbreitung auf den Mittelmeerraum beschränkt. Die Gelbe Lupine wurde zunächst als Zier- und Arzneipflanze kultiviert, als Zwischenfrucht zur Gründüngung und Futterpflanze begann der Anbau erst Ende des 19. Jahrhunderts, breitete sich dann aber nach Norden bis Skandinavien aus. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts begann man, Süßlupinen zu züchten, die als Futterpflanze geeignet sind, weil sie die giftigen Bitterstoffe nicht mehr enthalten. Nach dem Zweiten Weltkrieg verdrängte die Einfuhr von Soja die Lupine als Futterpflanze.

transGen-Datenbank: Lupine