Neophyt

Pflanzen, die beabsichtigt oder unbeabsichtigt durch den Menschen außerhalb ihrer natürlichen Herkunftsgebiete verbreitet werden

Häufig werden sie durch den Transport von Gütern als Samen von einem Kontinent zu einem anderen verschleppt oder gezielt als Zier- oder Nutzpflanze eingeführt. Neophyten können sich an dem neuen Standort unter geeigneten Umweltbedingungen etablieren und ausbreiten. Beispiele in Europa sind der Japanische Staudenknöterich Reynoutria japonica aus Ostasien und das Drüsige Springkraut Impatiens glandulifera aus dem Himalaja.

Im Laufe der Evolution haben sich in der heimischen Flora die Arten so angepasst, dass sie mit- und nebeneinander existieren. Konkurrenzstärkere Neophyten können die heimische Flora verdrängen, da diese Anpassung nicht stattgefunden hat. Sie gelten daher als mögliche Gefährdung für die Biodiversität des jeweiligen Standortes.

Das tierische Pendant - eingeführte fremde Tierarten - bezeichnet man als Neozoen, die Gesamtheit eingeschleppter Organismen als Neobiota. Beispiele für Neozoen sind in Europa der Maiswurzelbohrer und die Reblaus, in Australien das Wildkaninchen.