Exposition

Kontakt eines Organismus mit einem bestimmten Stoff bzw. einem Umwelteinfluss

Im Falle einer Exposition muss ein Kontakt des Organismus mit dem Stoff entweder über die Nahrung, die Atmung oder über die Haut erfolgen. Denn erst durch den Kontakt mit z. B. einer giftigen oder ätzenden Substanz ist die Voraussetzung für das mögliche Auftreten einer Schädigung gegeben. Allein die schädliche Wirkung eines Stoffes reicht nicht aus.

Auch die Menge des Stoffes entscheidet darüber, ob es zu einer Schädigung durch den Stoff kommt, ebenso wie die Dauer der Exposition.

Erst aus der gemeinsamen Betrachtung der Exposition und der schädlichen Wirkung wird das tatsächliche Risiko eines Stoffes für einen Organismus ermittelt.

Bei der Risikobewertung etwa von gentechnisch veränderten Bt-Pflanzen, die gegen bestimmte Insekten wirksame Bt-Proteine bilden, wird zunächst im Labor die mögliche schädliche Wirkung auf andere Organismen untersucht. Dabei wird die Wirkung in Abhängigkeit von einer bestimmten Dosis ermittelt (Dosis-Wirkungs-Beziehung). Im Freiland wird dann überprüft, ob potenziell gefährdete Organismen exponiert sind d.h. ob und in welchem Maße sie unter natürlichen Bedingungen mit Bt-Protein in Kontakt kommen.

Den Insekten in einem Maisfeld ist es egal, ob dort konventioneller oder gentechnisch veränderter Bt-Mais wächst. Ein Forschungsprojekt hat es über drei Jahre im Freiland untersucht. Eva Schultheis stellt die Ergebnisse vor.