Lebensmittelüberwachung Gentechnik 2014

In Deutschland sind die Bundesländer für die Überwachung der Lebensmittel zuständig. Die Behörden der Länder kontrollieren auch die Einhaltung der Kennzeichnungsvorschriften zur Gentechnik. Jedes Bundesland entscheidet selbst, wann und wo die Ergebnisse veröffentlicht werden. Inzwischen liegen die Ergebnisse aller Bundesländer vor.

Ergebnisse 2014 im Überblick

Lebensmittelüberwachung bundesweit 2014 Soja und Mais Anteile in Prozent

Baden-Württemberg

Anzahl der Proben: 626

Untersuchte Lebensmittel: Soja, Mais (GVO-Anteile s. Grafik), Reis, Papaya, Leinsaat, Kartoffeln, Zuckerrübe, Raps und Soja in Honig, Raps in Saat und Öl, Gv-Mikroorganismen in Vitamin B2, Lachs, Botanische Verunreinigungen: Raps in Senf, Soja in Getreide

Funde nicht zugelassener GVO: Eine Senfprobe enthielt gv-Raps GT73, der für diesen Verwendungszweck 2014 in der EU noch nicht zugelassen war.

Verstöße gegen die Kennzeichnungsvorschriften: In zwei Sojaprodukten wurden jeweils mehr als zehn Prozent nicht deklarierte gv-Soja gefunden.

„Ohne Gentechnik“-/Bioprodukte: In 23 Prozent der Sojaprodukte wurden Spuren (< 0,1 %) von gv-Soja nachgewiesen


Bayern

Anzahl der Proben: 690

Untersuchte Lebensmittel: Soja, Mais (GVO-Anteile s. Grafik), Paoaya, Reis, Leinsamen, „Ohne-Gentechnik-Produkte

„Ohne Gentechnik“-/Bioprodukte: Fünf Prozent der „Ohne Gentechnik“-Produkte enthielten Spuren (< 0,1 %) von gv-Pflanzen

Keine Auffälligkeiten


Berlin-Brandenburg

Anzahl der Proben: 252

Untersuchte Lebensmittel: Soja, Mais (GVO-Anteile s. Grafik), Papaya, Reis, Leinsamen, Kartoffel, Tomate

Keine Auffälligkeiten


Bremen

Anzahl der Proben: 18

Untersuchte Lebensmittel: Maisprodukte, Weizen-, Roggen-, Paniermehl, Papaya, Rapslecithin

Die zwei untersuchten Maisprodukte enthielten Spuren von gv-Mais, in Rapslecithin wurde gv-Soja als botanische Verunreinigung gefunden, ansonsten keine Auffälligkeiten


Hamburg

Anzahl der Proben: 107

Untersuchte Lebensmittel: Soja, Mais (GVO-Anteile s. Grafik), Reis, Papaya, Raps in Senf

Funde nicht zugelassener GVO: Zwei Senfproben enthielten gv-Raps GT73, der für diesen Verwendungszweck 2014 in der EU noch nicht zugelassen war.

In Reis wurde nicht zugelassener Bt63-Reis nachgewiesen, der bereits vor einigen Jahren mehrfach in Reisprodukten aus China gefunden wurde.

Auch zwei nicht zugelassene gv-Papayas wurden gefunden.


Hessen

Anzahl der Proben: 911

Untersuchte Lebensmittel: Soja, Mais (GVO-Anteile s. Grafik), Papaya, Reis, Weizen, Honig, Leinsamen (Brotbackmischungen), Zucchini, Kartoffel

Verstöße gegen die Kennzeichnungsvorschriften: In zwei Sojaprodukten und fünf Mais-Erzeugnissen wurden GVO-Anteile über 0,9 Prozent gefunden.

Funde nicht zugelassener GVO: 19 von insgesamt 233 getesteten Papayafrüchten waren gentechnisch verändert.


Mecklenburg-Vorpommern

Anzahl der Proben: 67

Untersuchte Lebensmittel: Soja, Mais (GVO-Anteile s. Grafik), Reis, Raps

Ein sehr hoher Anteil (44 %) der untersuchten Sojaprodukte enthielt Spuren von gv-Soja. Der Probenumfang war allerdings sehr gering (25).
Ansonsten keine Auffälligkeiten


Niedersachsen

Anzahl der Proben: 444, Anzahl der Untersuchungen: 571

Untersuchte Lebensmittel: Soja, Mais (GVO-Anteile s. Grafik), Raps, Leinsamen, Papaya, Reis, Weizen

Zwei Proben sojahaltiger Produkte enthielten mehr als 0,1 Prozent, aber weniger als 0,9 Prozent GVO-Spuren, ansonsten keine Auffälligkeiten


Nordrhein-Westfalen

Anzahl der Proben: 615

Untersuchte Lebensmittel: Soja, Mais, Reis, Leinsamen, Papaya, weitere (weitere exotische Früchte, Raps, Senf, Erbsen, Weizen, Sonnenblumenkerne)

In 95,7 Prozent der untersuchten Lebensmittel waren keine gv-Pflanzen oder nur Spuren von weniger als 0,1 Prozent nachweisbar. (Keine Angabe zur Anzahl GVO-positiver Proben unter 0,1 Prozent, deshalb in Grafik nicht dargestellt)
Sechs Soja- sowie zwei Maisprodukte enthielten Anteile zugelassener gv-Sojabohnen bzw. zugelassenen gv-Maises von über 0,1, aber unter 0,9 Prozent.


Rheinland-Pfalz

Anzahl der Proben: 151

Untersuchte Lebensmittel: Soja, Mais (GVO-Anteile s. Grafik), Leinsamen, Papaya, Reis, Kartoffeln, Zucchini, Raps, Honig

Zwei Proben Sojabohnen enthielten mehr als 0,9 Prozent gv-Sojabohnen, waren aber vorschriftsmäßig gekennzeichnet.


Saarland

Anzahl der Proben: 118

Untersuchte Lebensmittel: Soja, Mais (GVO-Anteile s. Grafik), Reis, Süßkartoffeln, Leinsamen

Keine Auffälligkeiten


Sachsen

Anzahl der Proben: 351 (davon 82 bio und 10 „ohne Gentechnik“, im Ergebnis nicht differenziert), Anzahl der Untersuchungen: 405

Untersuchte Lebensmittel: Soja, Mais (GVO-Anteile s. Grafik), Reis, Raps, Leinsamen, Tomate, Papaya

Keine Auffälligkeiten


Sachsen-Anhalt

Anzahl der Proben: 188, Anzahl der Untersuchungen: 237

Untersuchte Lebensmittel: Soja, Mais (GVO-Anteile s. Grafik), Reis, Raps, Leinsamen, Papaya

In zwei von neun Honigen wurde Pollen von zugelassener gv-Soja nachgewiesen.
Auffallend war der mehrfache Nachweis von zugelassener gv-Soja (< 0,1 %) in Teigwaren (botanische Verunreinigung)
Ansonsten keine Auffälligkeiten


Schleswig-Holstein

Anzahl der Proben: 77

Untersuchte Lebensmittel: Soja, Mais (GVO-Anteile s. Grafik), Reis, Eiweißkonzentrate, Honig

Eine Probe Sportlernahrung enthielt mehr als 0,1 Prozent GVO-Anteile

In zwei Honigproben aus Schleswig-Holstein wurden sehr geringe GVO-Spuren gefunden. Der Hersteller hatte zusätzlich Bienenfutter verwendet, in dem mehrere zugelassene gv-Maissorten nachgewiesen werden konnten.


Thüringen

Anzahl der Proben: 239

Untersuchte Lebensmittel: Soja, Mais (GVO-Anteile s. Grafik), Reis, Honig

Eine der sojahaltigen Lebensmittelproben enthielt mehr als 0,1 Prozent zugelassene gv-Soja (0,18 %).

„Ohne Gentechnik“-/Bioprodukte: 41 als „Bio“ gekennzeichnete sojahaltige Produkte sowie 17 untersuchte „Ohne Gentechnik“-Produkte entsprachen den gesetzlichen Anforderungen.