Xenotransplantation

Übertragung von Zellen, Geweben und Organen zwischen nicht verwandten Arten

Da der Bedarf an Spenderorganen weitaus höher ist als das Angebot, wird intensiv nach Alternativen gesucht. Eine Lösung des Problems könnte die Xenotransplantation sein - die Übertragung von Zellen, Geweben und Organen vom Tier auf den Menschen.

Das Hausschwein ist besonders geeignet, da die Organe von Schwein und Mensch in etwa gleich groß sind und ähnliche anatomische und physiologische Merkmale aufweisen. Noch ist die Xenotransplantation nicht praxisreif. Das Hauptproblem ist die immunologische Abstoßungsreaktion: Wird das Organ eines Schweins in den menschlichen Körper übertragen, reagieren Antikörper im menschlichen Blut auf die Antigene an der Oberfläche des fremden Organs. Das menschliche Abwehrsystem wird aktiviert und zerstört das Organ. Mit Hilfe der Gentechnik versucht man dies zu verhindern. Dabei werden heute auch die neuen Genome Editing-Verfahren wie die Gen-Schere CRISPR/Cas eingesetzt.

So verändert man z.B. bestimmte Gene, in denen die Proteine codiert sind, die auf der Zelloberfläche der Organe sitzen und die menschliche Immunabwehr auslösen. Oder man fügt gezielt Gene ein, so dass die Oberfläche der Blutgefäßzellen bestimmte menschliche Proteine (z.B. Thrombomodulin) aufwiesen und keine Blutgerinsel gebildet werden.

Siehe auch

Genome Editing CRISPR/Cas Gen Protein