Weintrauben

Weinrebe

Forschungsschwerpunkte Virus-, Pilz-, und Bakterienresistenz
Freilandversuche EU: 10 (Frankreich 8, Italien 1, Deutschland 1) (1994-2010)
USA: 69 (1995-2017)
Kanada, Südafrika, Chile

Die Weinrebe ist weit verbreitet, wird aber vor allem in warmen und sonnigen Regionen angebaut. Sie gehört zu den ältesten Kulturpflanzen des Menschen. Es sind etwa 10.000 Rebsorten bekannt, doch im Weinbau spielen nur wenige eine Rolle.

Die Weinbeeren (Trauben) werden verarbeitet zuWein, Obst, Traubensaft, Rosinen, Korinthen und Sultaninen.

Aus den Schalen können auch Lebensmittelfarbstoffe (z.B. Anthocyane, E163) gewonnen werden.

Gentechnik: Ziele bei Forschung und Entwicklung

Weinrebe

Test im Freiland: Weinreben mit Resistenz gegen die Reisigkrankheit. Das französische Agrarforschungsinstitut INRA arbeitete bis 2010 an der Entwicklung von Weinreben mit einer gentechnisch vermittelten Resistenz gegen die Reisigkrankheit. Nach der wiederholten Zerstörung des Versuchsfeldes im Elsass wurde das Projekt eingestellt.

Wein im Gewächshaus

Gentechnik bei Wein: Wenig Akzeptanz. Auch in Deutschland wurden pilzresistente Weinreben entwickelt. 1999 wurden in der Pfalz und in Franken gentechnisch veränderte Riesling-Rebstöcke mit neuen Resistenzkonzepten gegen Grauschimmel und Mehltau ausgepflanzt. Doch schon fünf Jahre später wurden die Freisetzungsversuche vorzeitig beeendet.

Anbaueigenschaften

  • Virusresistenz: Ein Forschungsziel ist eine wirksame Resistenz gegen die Reisigkrankheit. Sie wird durch Viren ausgelöst, die von Nematoden übertragen werden.
    Das französische Agrarforschungsinstitut INRA arbeitete bis 2010 an der Entwicklung von Weinreben mit einer gentechnisch vermittelten Resistenz gegen die Reisigkrankheit. Nach der wiederholten Zerstörung des Versuchsfeldes im Elsass wurde das Projekt eingestellt.
  • Pilzresistenz wie etwa gegen den Grauschimmel, Echten und Falschen Mehltau.
    Mögliche Gene, die geeignete Resistenzen vermitteln können, sind in Gerste vorhanden: sie sind dort für die Bildung des Chitinase-Enzyms verantwortlich, welches die Zellwände der Pilze abbaut. Andere Strategien nutzen Gene, welche in den Stoffwechsel der Pilze eingreifen und ihn blockieren.
    Neue Möglichkeiten für pilzresistente Reben haben sich mit den neuen Genome Editing-Verfahren (vor allem CRISPR/Cas) eröffnet. Anders als bei der klassischen Gentechnik werden keine fremden Gene eingeführt, sondern gezielt einzelne DNA-Bausteine umgeschrieben. So könnten „verkümmerte“ Resistenz-Gene wiederhergestellt werden, die im Laufe der jahrhundertelangen Züchtung ihre Wirkung verloren haben, im Genpool einer Rebsorte aber noch vorhanden sind. Damit könnten beliebte Rebsorten wie Chardonnay oder Riesling Pilzresistenzen erhalten, ohne die übrigen Eigenschaften - vor allem beim sortentypischen Geschmack - zu verlieren.
  • Bakterienresistenz auch in Kombination mit Pilz- und Virusresistenz
  • Erhöhung der Kältetoleranz, um auch in kälteren Regionen Weinbau zu ermöglichen (Kanada).

Produkteigenschaften

  • Veränderter Zuckergehalt, veränderte Farbe und Fruchtgröße der Weintrauben
  • Reduzierter Gehalt an Aminen, sekundären Pflanzenstoffen. Diese können Auslöser für Kopfschmerzen beim Genuss von Wein sein.

Pflanzenentwicklung

  • Veränderte Blüten- und Fruchtentwicklung etwa um den Ertrag zu erhöhen
  • Kernlosigkeit