Ananas

Forschungsschwerpunkte Virus- und Nematodenresistenz, rosa Fruchtfleisch
Freilandversuche USA: 8 (1997-2006, 2014,2017), Australien, Costa Rica

Die Ananas wird in den Tropen und Subtropen Amerikas, Asiens und Afrikas sowie in Südeuropa im Freiland und in Gewächshäusern angebaut. Lange Zeit lagen die wichtigsten Anbaugebiete in Zentralamerika und den USA (Hawaii). Heute gehören auch asiatische Länder wie Thailand, die Philippinen und Indonesien zu den Hauptproduzenten. Weltweit werden über 25 Millionen Tonnen pro Jahr produziert.

Die Ananasfrucht wird meist roh oder verarbeitet (Fruchtzubereitungen, Marmelade, Saft) verzehrt.

Aus Pflanzenteilen abgeernteter Stauden wird das Enzym Bromelain (auch: Bromelin) gewonnen. Es dient dazu, Fleisch zarter zu machen und wird Gelatine zugegeben. Bromelain wird gesundheitsfördernde Wirkungen (u.a. gerinnungs- und entzündungshemmend) zugeschrieben.

Gentechnik: Ziele bei Forschung und Entwicklung

Anbaueigenschaften

  • Resistenzen gegen Krankheitserreger: Virusresistenz,Pilzresistenz gegen Herzfäule
  • Resistenzen gegen Schädlinge (Nematoden)
  • Steuerung des Blühzeitpunktes und damit des Fruchtansatzes.

Pflanzenentwicklung

  • Reifeverzögerung durch veränderte Ethylenproduktion
  • Steuerung des Blühzeitpunktes und damit des Fruchtansatzes.

Produkteigenschaften

  • rosa Fruchtfleisch: Verstärkte Bildung des roten Pflanzenfarbstoffs Lycopen in Folge eingeführter Gene aus Ananas und Mandarine (siehe Kasten).
    In den USA als Lebensmittel zugelassen (Dezember 2016); die Ananas werden in Costa Rica angebaut und in die USA importiert. Die Anbaufläche betrug 2015 etwa 15 Hektar, 2016 25 Hektar.
  • erhöhter Zuckergehalt, erhöhter Vitamingehalt