Olive

Forschungsschwerpunkt Pilzresistenz
Freilandversuche EU: 2 (Italien, 1998 - 2012)

Die Olive (Olea europa) ist die Frucht des Olivenbaums. Dieser wächst in warmgemäßigten bis subtropischen Klimaregionen. Das Hauptanbaugebiet ist der Mittelmeerraum. Führend in der Oliven-Produktion sind mit Abstand Spanien, Italien und Griechenland. Von wirtschaftlicher Bedeutung ist der Anbau außerdem in der Türkei und in Marokko. 2016 wurden weltweit etwa 1,9 Millionen Tonnen Oliven geerntet.

Nur ein geringer Teil der Olivenernte wird frisch oder mariniert verzehrt, der Großteil wird verarbeitet zu Speiseöl.

Olivenöl wird in Kosmetikprodukten verarbeitet. Aus dem sehr harten Holz des Olivenbaums werden vor allem Küchenartikel hergestellt.

Gentechnik: Ziele bei Forschung und Entwicklung

Anbaueigenschaften

  • Pilzresistenz gegen Krankheiten wie Welke (Vertillicum) oder Augenfleckenkrankheit
    Die am weitesten verbreitete Olivenkrankheit ist die durch den Pilz Spilocaea oleagina ausgelöste Augenfleckenkrankheit. Die befallenen Blätter weisen runde, an Pfauenauge erinnernde Verfärbungen auf. Ab einem Befall von etwa 30 Prozent werden im Olivenanbau Fungizide oder Kupferpräparate eingesetzt.

    An der Universität Tuscia (Italien) sind gv-Olivenbäume entwickelt worden, die infolge eines neu eingeführten Gens (Osmotin-Gen) Abwehrstoffe gegen Pilze bilden. Im Freiland sollte überprüft werden, ob dieses Konzept grundsätzlich funktioniert. Von einer Markteinführung sind diese Olivenbäume weit entfernt (siehe Kasten rechts).

Pflanzenentwicklung

  • kleinere Bäume, veränderte Wüchsigkeit
    Ziel ist eine geringere Größe und eine veränderte „Architektur“ der Bäume. Dadurch soll der mechanische Schnitt der Bäume und die Ernte erleichtert werden.