Sonnenblume

Sonnenblume

Forschungsschwerpunkte Pilz- und Insektenresistenz, veränderte Produkteigenschaften
Freilandversuche EU: 15 (Frankreich 10, Spanien 3, Niederlande 2) (1994-2001)
USA: 32 (1991-2002)
Kanada, Argentinien, Pakistan

Der Anbau von Sonnenblumen (Helianthus) als Ölpflanzen kam erst im 19. Jahrhundert auf. Heute werden sie weltweit in warmgemäßigten Klimaregionen angebaut. 2018 lag die Weltproduktion an Sonnenblumenkernen bei rund 52 Millionen Tonnen. Führend im Anbau sind die Ukraine und Russland. Weitere wichtige Anbauländer sind China, Argentinien, Türkei, Frankreich und die Balkanländer.

Die Samen (Kerne) der Sonnenblume bestehen zu 50 Prozent aus Fett und zu 20 Prozent aus Protein (Eiweiß).

Sonnenblumen verwendet in verschiedenen Formen als Lebensmittel:

  • Unverarbeitet in Nussmischungen, in Müsliriegel, Backwaren, als Sonnenblumenkernöl, in Margarine und als entfettetes, eiweißreiches Mehl für spezielle Backwaren.
  • Nebenprodukte bei der Ölgewinnung sind Lecithin und Tocopherol (Vitamin E).
  • Aus den Sprossachsen und Fruchtkörben kann Pektin, ein Verdickungs- und Bindemittel, gewonnen werden.

Als nachwachsender Rohstoff ist Sonnenblumenöl Grundstoff für Biodiesel und Biomethan, Farben und Lacke, Weichmacher sowie Schmieröl, Kerzen, Seifen und Kosmetika.

Pressrückstände als Nebenprodukte der Sonnenblumenölgewinnung können an Nutztiere verfüttert werden.

Beispiele Forschung und Entwicklung (Gentechnik, neue Züchtungsverfahren)

Verbesserte Widerstandsfähigkeit gegen Pilzkrankheiten, Schädlinge; auch: Herbizidtoleranz und verbesserte Trockentoleranz

Produkteigenschaften wie veränderte Fettsäure-zusammensetzung oder Speicherproteine

Ertragssteigerung: Erzeugung männliche Sterilität als Voraussetzung, um ertragreicher Hybridsorten züchten zu können