Biotische Stressfaktoren

Stressfaktoren, die durch Lebewesen verursacht oder beeinflusst werden (gr. bios = Leben)

Pflanzen sind je nach Standort vielfältigen Umweltweinflüssen ausgesetzt. Ein Umweltparameter, der bei einer Pflanze zu Stress führt, wird Stressfaktor genannt. Pflanzen gelten als gestresst, wenn es zu einer Beeinträchtigung des Pflanzenwachstums oder der Vermehrungsfähigkeit kommt. Ertragsausfälle und Qualitätsminderungen sind die Folge.

Zu den biotischen Stressfaktoren gehören alle Einflüsse der belebten Umwelt, u.a. der Befall durch Phytopathogene (Viren, Pilze), Parasiten oder Symbionten. Bei der Bestäubung der Pflanzen bzw. der Verbreitung der Pollen gehören auch Tiere zu den biotischen Stressfaktoren. Die meisten Stressoren treten nicht einzeln, sondern in Kombination auf.

Eine Aufgabe der Pflanzenzüchtung ist die Entwicklung von Pflanzen, die gegenüber biotischen Stressfaktoren wie Krankheitserregern oder Schädlingen weniger anfällig sind. Dabei werden sowohl moderne molekularbiologische Methoden (Genomforschung, Smart Breeding) als auch gentechnische Verfahren eingesetzt.

Siehe auch

Abiotische Stressfaktoren