Arthropoden

Zu den Arthropoden zählen Spinnentiere, Krebstiere, Tausendfüßler sowie die Insekten, deren größte Gruppe die Käfer sind.

Mit etwa einer Million beschriebenen und neun Millionen geschätzten Arten sind die Arthropoden der bei weitem erfolgreichste Tierstamm. Die Hauptgründe hierfür sind:

  • das widerstandsfähige Exo-(Außen)skelett, das im wesentlichen aus Chitin besteht. Es bietet guten Schutz, weil es sehr fest und z. B. wasserundurchlässig ist. Allerdings müssen die Gliederfüßer sich deshalb bei jedem Wachstumsschub häuten, d. h. das gesamte Außenskelett abwerfen.
  • die hohe Flexibilität des Grundbauplans dieser Tiere. Der Körper ist in Segmente aufgeteilt, die Extremitäten bestehen aus gelenkig miteinander verbundenen Gliedern (Arthropodien), die für bestimmte Funktionen, etwa Nahrungsaufnahme, Sinneswahrnehmung, Verteidigung variiert und spezialisiert worden sind.

In der Landwirtschaft spielen Arthropoden eine große Rolle, z.B.

  • sichern sie als Bestäuber die Befruchtung vieler Kulturpflanzen,
  • können sie als Schädlinge erheblich die Pflanzengesundheit beeinträchtigen,
  • sind etliche Arten natürliche Gegenspieler von Schädlingen und werden als solche („Nützlinge“) gezielt im Pflanzenschutz eingesetzt (z.B. Schlupfwespen).

Gegen Insektenschädlinge wurden verschiedene Kulturpflanzen mit Hilfe der Gentechnik resistent gemacht, indem spezifisch wirkende Resistenzgene aus dem Bodenbakterium Bacillus thuringiensis (Bt) in das Pflanzengenom übertragen wurden. Solche Bt-Pflanzen werden weltweit in verschiedenen Ländern angebaut.

Eine Reihe von Arthropoden (v.a. Insekten) können die menschliche Gesundheit gefährden, indem sie z.B. Krankheiten wie Malaria oder Dengue-Fieber übertragen. Mit Hilfe gentechnischer Methoden arbeitet man daran, krankheitsübertragene Insekten unfruchtbar zu machen und so die Infektionsraten zu senken.

Siehe auch: Maiswurzelbohrer Maiszünsler Bacillus thuringiensis (Bt) Genom Trichogramma