Zitronensäure | E330

Funktion Antioxidationsmittel
mögliche Anwendung der Gentechnik herstellbar mit Hilfe von gv-Mikroorganismen
Kennzeichnung nein

Zitronensäure ist in der Natur weit verbreitet. Sie kommt in vielen Früchten wie vor allem in Zitronen, aber beispielsweise auch in Kartoffeln, Tomaten und Kuhmilch vor. Sie bildet Kristalle, die in Wasser leicht löslich sind.

Wenn Lebensmittel mit hohem Zitronensäuregehalt häufig und in großen Mengen ohne Nachspülen verzehrt werden, kann der Zahnschmelz angegriffen werden.

Im Jahr 2009 wurden weltweit 1,5 Millionen Tonnen Zitronensäure produziert, wobei rund die Hälfte der Mengen aus China stammen.

Verschiedene Natrium-, Kalium- und Kalziumsalze der Zitronensäure sind ebenfalls als Zusatzstoffe zugelassen. (E 331, E 332, E 333)

Als Antioxidations- und Säuerungsmittel findet Zitronensäure eine breite Verwendung bei:

Zitronensäure darf „quantum satis“ in Lebensmitteln verwendet werden - also in Mengen, wie sie bei guter Herstellungspraxis zu technologischen Zwecken nötig sind.

Zitronensäure und Zitrate werden nicht nur zur Herstellung von Lebensmitteln, sondern auch in Futtermitteln, Wasch- und Reinigungsmitteln, Medikamenten und Kosmetika verwendet.

Gentechnik

Herstellung: Zitronensäure war der erste Zusatzstoff, der in großem Stil biotechnisch hergestellt wurde. Das klassische Verfahren nutzt die Stoffwechselleistung bestimmter Pilze (Aspergillus niger).

  • Zumindest zu Versuchszwecken sind diese Aspergillus niger-Pilze gentechnisch verändert worden, um eine höhere Ausbeute zu erzielen. Vermutlich werden diese inzwischen auch kommerziell eingesetzt.
  • Unabhängig von möglichen gentechnischen Veränderungen wachsen Zitronensäure produzierende Mikroorganismen auf Nährlösungen, die in der Regel aus Melasse (Zuckerrüben) und/oder Glukose bestehen. Glukose kann aus Maisstärke gewonnen werden. Diese kann aus gentechnisch verändertem Mais stammen.

Kennzeichnung: Zusatzstoffe, die in geschlossenen Systemen mit Hilfe von gentechnisch veränderten Mikroorganismen hergestellt werden, sind nicht zu kennzeichnen. Voraussetzung ist, dass der jeweilige Zusatzstoff aufgereinigt wird und keine nachweisbaren Bestandteile der verwendeten Mikroorganismen enthält.