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Aktuelle Meldungen

Genome editing:
Neue Chancen, alte Vorbehalte?

In der Pflanzenzüchtung bahnen sich neue Verfahren an. Damit wird es möglich, gezielt einzelne Gene abzuschalten oder umzuschreiben. Die Europäische Union zögert, ob die damit erzeugten Pflanzen unter die strengen Gentechnik-Gesetze fallen sollen. USA und in China haben sich erst einmal anders entschieden. Dort will man die neuen Möglichkeiten nicht durch übermäßige Regulierung beschneiden. 

Beim Einkauf: Ist da "Gentechnik" drin?

Gekennzeichnete Produkte gibt es in Deutschland kaum. Dennoch: Unsere Lebensmittel sind nicht absolut "gentechnik-frei". Viele Anwendungen der Gentechnik bleiben allerdings unterhalb der Kennzeichnungsschwelle. (Foto: Fotolia.com)

Genug gentechnikfreie Futtermittel?

Europa produziert zu wenig eiweißreiche Futterpflanzen für seine Nutztiere. Weit mehr als 60 Prozent des benötigten pflanzlichen Eiweißes muss importiert werden - überwiegend Sojabohnen aus Nord- und Südamerika. Die sind im Regelfall "mit Gentechnik". Doch Alternativen wird es so schnell nicht geben. (Foto: iStockphoto)

Milch, Eier, Fleisch "ohne Gentechnik

In Deutschland ist es gesetzlich regelt, welche Lebensmittel das "ohne Gentechnik"-Siegel tragen dürfen. Bei tierischen Produkten sind die Bedingungen in Bezug auf die Futtermittel weniger streng. Darum sind es vor allem wenig verarbeitete Milchprodukte, Eier und Hähnchenfleisch, die "ohne Gentechnik" deklariert sind.

Gentechnisch veränderte Insekten: Gegen Krankheiten und Schädlinge

Zahlreiche Insekten übertragen Krankheitserreger oder schädigen Nutzpflanzen. Eine neue Strategie zu ihrer Bekämpfung setzt auf Gentechnik. Dafür überträgt man ein Gen, das die Fortpflanzung der Insekten verhindert. Am weitesten ist die Entwicklung bei der Olivenfliege und der Ägyptischen Tigermücke. Im April 2014 wurden in Brasilien die ersten transgenen Insekten für die kommerzielle Nutzung zugelassen.

Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen: Gespaltene Welt

Weltweit nimmt der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen immer noch zu. 2014 sind die Flächen auf nun 181 Millionen Hektar gestiegen. Europa dagegen bleibt skeptisch - mit einer Ausnahme: In Spanien stehen auf mehr als 30 Prozent der Maisflächen gv-Sorten.

Bananen: Wehrlos gegen Bakterien und Pilze

Die Banane ist bedroht, zumindest wie wir kennen. In fast allen Anbauregionen breiten sich Pflanzenkrankheiten aus, die zu Ernteausfällen und einem zunehmenden Einsatz von Chemikalien führen. Eine neue Variante der berüchtigten Panamakrankheit wütet in Südostasien. Als genetisch uniforme Klone haben Bananen den Erregern wenig entgegen zu setzen. Auch die Züchtung widerstandsfähigerer Sorten ist sehr aufwändig und scheint wenig erfolgreich.

Versteckte Gentechnik: Zusatzstoffe, Vitamine, Enzyme

Viele sorgen sich um "Gentechnik in unseren Lebensmitteln". Gemeint sind meist gentechnisch veränderte Pflanzen. Dass Gentechnik vor allem bei der Herstellung von Zusatzstoffen, Vitaminen und Enzyme verbreitet ist, weiß kaum jemand. Und es muss ja auch nicht gekennzeichnet werden.

Warum Gentechnik bei Pflanzen sinnvoll sein kann. TED Talk mit Pamela Ronald, Pflanzengenetikerin an der Davis University, Kalifornien (mit deutschen Untertiteln).
Fünf Köpfe, fünf Projekte, fünf Orte. In der Öffentlichkeit gilt Gentechnik oft als moralisch verwerflich. Politiker profilieren sich mit Verbotsforderungen. Wie fühlen sich da junge Wissenschaftler? Was und wozu forschen sie, was fasziniert sie an Pflanzen?

Die Kraut- und Knollenfäule ist ein Riesenproblem im Kartoffelanbau. Auf ihr Konto gegen Milliarden-Verluste. Bisher bleibt den Landwirten kaum anderes übrig, als immer wieder dagegen zu spritzen - auch im Öko-Landbau. Wissenschaftler an der Universität Wageningen (Niederlande) gehen nun neue Wege, um endlich auf Dauer resistente Kartoffeln zu bekommen.
Bt-Mais und Bienen: die Ergebnisse. Drei Jahre haben Wissenschaftler der Universität Würzburg im Freiland und im Labor untersucht, ob und wie sich gentechnisch veränderter Bt-Mais auf Honigbienen auswirkt.
Viele Wünsche, knappe Flächen – Vier Szenarien. Landwirtschaft und Ernährung sollen nachhaltiger und gerechter werden. Die Vorstellungen und Wünsche, wie dies zu erreichen ist, sind vielfältig: Mehr Öko-Landwirtschaft, weniger Futtermittelimporte, weniger Fleisch essen. Das alles hat Auswirkungen auf die Flächen, die dafür benötigt werden - und die sind begrenzt.
27. Juli 2015 [nach oben springen]

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