134 Millionen Hektar. Auch 2009 sind weltweit wieder
mehr gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut worden.
In 25 Ländern nutzen Landwirte die Grüne Gentechnik.
Deutschland: Kein Bt-Mais,
aber Amflora-Kartoffeln
Verbot auch 2010. Das vor einem Jahr
verhängte Anbauverbot für MON810-Mais hat auch 2010 Bestand.
Anfang März erhielt die Amflora-Kartoffel die Zulassung.
Vorerst wird sie nur auf einzelnen Feldern ausgepflanzt.
Kennzeichnung? Fehlanzeige.
Im Supermarkt gibt es praktisch keine Produkte, die als
"gentechnisch verändert" zu erkennen sind. Offensichtlich
werden kennzeichnungspflichtige Anwendungen der Gentechnik
vermieden. Doch zwischen "mit" und "ohne Gentechnik"
liegt ein weites Feld.
Wenig Resonanz. Seit Mai ist die "ohne
Gentechnik"-Kennzeichnung gesetzlich geregelt.
Doch bisher macht die Lebensmittelwirtschaft davon
kaum Gebrauch. Daran hat auch das im Herbst
eingeführte offizielle Label wenig geändert.
GVO-Spuren in vielen Lebensmitteln. In jedem Jahr
untersuchen die Bundesländer mehrere tausend Lebensmittel auf gentechnisch
veränderte Organismen. Inzwischen haben die ersten
Bundesländer aktuelle Ergebnisse aus 2009 veröffentlicht.
Verstöße gegen die Kennzeichnungsvorschriften sind selten.
Gentechnik: Pollen, Bienen, Honig.Bienen sammeln Nektar und Pollen -
und das weiträumig. Wird auf großen Flächen gv-Mais
angebaut, dann ist es kaum zu verhindern, dass der Pollen -
wenn auch in äußerst geringen Spuren - im Honig nachweisbar
ist. Bei Importprodukten aus Ländern, in denen gv-Pflanzen
flächendeckend angebaut werden, ist das bereits der Fall.
Lebensmittelenzyme: Gentechnik ist fast immer
dabei
Enzyme sind überall. In der
Lebensmittelherstellung spielen sie eine immer wichtigere
Rolle. Und: Immer mehr von ihnen werden mit Hilfe
gentechnisch veränderter Mikroorganismen produziert.
Seit kurzem gibt es neue Rechtsvorschriften für
Enzyme
Wasser ist eine immer
knapper werdende Ressource. Schon heute fließen
zwei Drittel des weltweiten Wasserverbrauchs in die
Landwirtschaft - und mit zunehmender Erderwärmung
wird dieser Anteil steigen. 2012 soll die erste
gentechnisch veränderte Pflanzen auf den Markt
kommen, die auch bei Trockenheit gute Erträge
liefert.
Nach Amflora kommt Fortuna. Noch in diesem Jahr soll
die Zulassung einer neuen gentechnisch veränderten Kartoffel
beantragt werden. Sie ist resistent gegen eine Pilzkrankheit. Was
haben die Verbraucher davon?