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Eier, Geflügel, Hamburger: Nur noch mit Futter ohne Gentechnik?

Der Druck nimmt zu: Die großen Handelsketten möchten nur noch Eier von Hühnern verkaufen, die "ohne Gentechnik" gefüttert wurden. Und Greenpeace will McDonalds zu Hamburgern ohne Gentechnik-Fütterung zwingen. Doch: Gibt es genug von solchen Futtermittel? Immerhin werden jährlich etwa 35 Millionen Tonnen Sojabohnen in die EU eingeführt, überwiegend gentechnisch verändert. Und Brasilien, das wichtigste Erzeugerland, setzt weiter auf Gentechnik.

Beim Einkauf: Ist da "Gentechnik" drin?

Gekennzeichnete Produkte gibt es in Deutschland nicht. Dennoch: Unsere Lebensmittel sind nicht absolut "gentechnik-frei". Viele Anwendungen der Gentechnik bleiben unterhalb der Kennzeichnungsschwelle.

Nährstoffanreicherung: Nicht nur Golden Rice

Millionen von Krankheits- und Todesfällen, vor allem in Entwicklungsländern, sind auf einen Mangel an Mikronährstoffen zurückzuführen. Pflanzenzüchter arbeiten daran, die wichtigsten Grundnahrungspflanzen mit Provitamin A, Zink und Eisen anzureichern. Dabei kommen auch - aber nicht allein - gentechnische Methoden zum Einsatz

Der Fluch der Kartoffel

Phytophthora, der Erreger der Kraut- und Knollenfäule, hat schon Geschichte gemacht. Auf sein Konto ging eine der verheerendsten Hungerkatastrophen. Gegen den pilzähnlichen Erreger gibt es auch heute noch keine Patentrezepte. Die Züchtung resistenter Sorten ist schwer und ein Erfolg oft nicht von langer Dauer. Meist helfen nur jede Menge Pflanzenschutzmittel, auch im Öko-Anbau. An der Universität Wageningen (Niederlande) hat man nun neue Wege eingeschlagen.

Verschwindet die Banane?

Die Banane ist bedroht, zumindest wie wir kennen. In fast allen Anbauregionen breiten sich Pflanzenkrankheiten aus, die zu Ernteausfällen und einem zunehmenden Einsatz von Chemikalien führen. Eine neue Variante der berüchtigten Panamakrankheit wütet in Südostasien. Als genetisch uniforme Klone haben Bananen den Erregern wenig entgegen zu setzen. Auch die Züchtung widerstandsfähigerer Sorten ist sehr aufwändig und scheint wenig erfolgreich.

Versteckte Gentechnik: Zusatzstoffe, Vitamine, Enzyme

Viele sorgen sich um "Gentechnik in unseren Lebensmitteln". Gemeint sind meist gentechnisch veränderte Pflanzen. Dass Gentechnik vor allem bei der Herstellung von Zusatzstoffen, Vitaminen und Enzyme verbreitet ist, weiß kaum jemand. Und es muss ja auch nicht gekennzeichnet werden.

Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen: Gespaltene Welt

Weltweit nimmt der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen immer noch zu. 2013 sind die Flächen auf nun 175 Millionen Hektar gestiegen. Europa dagegen bleibt skeptisch - mit einer Ausnahme: In Spanien stehen auf mehr als 30 Prozent der Maisflächen gv-Sorten.

Die Kraut- und Knollenfäule ist ein Riesenproblem im Kartoffelanbau. Auf ihr Konto gegen Milliarden-Verluste. Bisher bleibt den Landwirten kaum anderes übrig, als immer wieder dagegen zu spritzen - auch im Öko-Landbau. Wissenschaftler an der Universität Wageningen (Niederlande) gehen nun neue Wege, um endlich auf Dauer resistente Kartoffeln zu bekommen.
Goldener Reis: Gegen den versteckten Hunger. Zu wenig Vitamin A in der täglichen Nahrung verursacht Krankheiten in vielen Regionen der Welt. Können angereicherte Pflanzen eine Lösung sein? Peter Beyer (Universität Freiburg) ist einer der "Erfinder" des Goldenen Reises.
Workshop "We seed the world" an der evangelischen Akademie Tutzing. So interessant, lebhaft und offen können Diskussionen über Projekte der Pflanzenforschung (mit und ohne Gentechnik) sein. Und eine ethische Beurteilung auch. (Februar 2013)
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Der versteckte Hunger. Vitamin A-Mangel bei Kindern - globale Verteilung.
29. Oktober 2014 [nach oben springen]

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