In Deutschland werden 2012 keine
gentechnisch veränderten Pflanzen wachsen. Der Anbau von
Bt-Mais MON810 bleibt verboten, die Vermarktung der
Stärkekartoffel Amflora wird eingestellt. Wenn es
noch Forschung und Entwicklung gibt, dann beschränkt sie
sich auf Labore, Klimakammern und Gewächshäuser.
Versuche im Freiland finden meist im Ausland statt.
2010 sind die Anbauflächen weltweit
noch einmal um 10 Prozent auf nun 148 Millionen Hektar
gestiegen. In zehn Ländern betragen die mit gentechnisch
veränderten Pflanzen bewirtschafteten Flächen mehr als eine Million Hektar. In Europa beschränkt sich die
landwirtschaftliche Nutzung der Grünen Gentechnik vor allem
auf ein Land: Spanien.
Er ist zu einem Symbol geworden: Golden
Rice wurde von einer internationalen Wissenschaftlergruppe
entwickelt, um den Folgen einer Unterversorgung mit Vitamin A
entgegen zu wirken. Nun wird er in Feldversuchen auf
den Philippinen getestet. Ab 2013 sollen die Landwirte dort Saatgut
erhalten.
Viele sorgen sich um "Gentechnik in
unseren Lebensmitteln". Gemeint sind meist gentechnisch
veränderte Pflanzen. Dass Gentechnik vor allem bei der
Herstellung von Zusatzstoffen, Vitaminen und Enzyme
verbreitet ist, weiß kaum jemand. Und es muss ja auch nicht
gekennzeichnet werden.
Überwachung:
Gentechnik-Spuren in jedem fünften Soja-Lebensmittel
In Deutschland ist jedes Bundesland
für die Lebensmittelüberwachung zuständig. Bei der Vielzahl
von Berichten kann man schnell den Überblick verlieren.
transGEN hat wie immer die Einzelergebnisse zusammengefasst.
Tendenz: Auch 2010 konnte die Kontrolleure in gut 20 Prozent
der untersuchten Soja-Lebensmittel Gentechnik-Spuren finden.
Allerdings: Der Anteil der "GVO-positiven" Proben schwankt
je nach Bundesland auffällig.
Was, wie, wann und wann nicht zu
kennzeichnen ist, verstehen selbst Fachleute
kaum. Doch dass es in
Deutschland keine Produkte mit Kennzeichnung gibt,
liegt nicht nur an den komplizierten Regeln.
Entwickelt wurde er schon vor zehn
Jahren, 2010 haben die US-amerikanischen Behörden die
Sicherheitsbewertung abgeschlossen. Dennoch ist er immer
noch nicht auf den Markt - gentechnisch veränderter Lachs.
Infolge neu eingeführter Gene soll schneller wachsen als
seine herkömmlichen Artgenossen. Doch ob er zugelassen wird,
ist auch in den USA eine politische Entscheidung.
Futtermittel: Heimische Alternativen statt Sojaimporte?
Europa hat die Produktion eiweißreicher
Futtermittel nach Nord- und Südamerika ausgelagert. Von dort werden
große Mengen meist gentechnisch veränderter Sojabohnen importiert und an europäische Schweine,
Rinder und Hühner verfüttert. Warum nicht eiweißreiche
Futterpflanzen in Europa anbauen? Etwa Ackerbohnen, Lupinen
oder Sojabohnen. Nicht einfach - und vor allem: Allein
Deutschland würden dafür mehrere Millionen Hektar
zusätzliche landwirtschaftliche Fläche benötigt.
Jenny fragt: Wie werden eigentlich neue Gene in eine
Pflanzenzelle übertragen? Agrobakterien können das "von
Natur" aus. Und genau diese Fähigkeit macht sich die
Gentechnik zunutze.
Den Insekten in einem Maisfeld ist es egal, ob dort
konventioneller oder gentechnisch veränderter Bt-Mais
wächst. Ein Forschungsprojekt hat es über drei Jahre
im Freiland untersucht. Eva Schultheis stellt die Ergebnisse
vor.
Die Kartoffel- Verwandte, Feinde, Forschung.
Ein Besuch im Schaugarten des Max-Planck-Instituts für
Pflanzenzüchtungsforschung in Köln.